Direkt zum Hauptbereich

An alle dedes, anneannes und babaannes in Gurbet




Die türkische Migrationsgeschichte der Gastarbeiter ist heute noch verbunden mit Trauer und Sehnsucht. Es sind Geschichten der Trennung und Einsamkeit. Schaut euch nur eines der Lieder an, die von dieser Zeit erzählen:

Onun Burda Taşı Toprağı Vardı
Alamanya Gardaşımı Geri Ver.
Düz Ovası, Yeşil Yaprağı Vardı

Alamanya Gardaşımı Geri Ver.
Toprağında Vardı Kara Sabanı
Gönderin Amcamı Verin Babamı
Bağrıma Basarım Yırtık Abamı

Alamanya Gardaşımı Geri Ver.
Anadolu Mahzuni'nin Anası
Fabrikası, Değirmeni Binası

Alamanya Gardaşımı Geri Ver.   
Bizi Böyle Eden Beyler Utansın 
Haksız Padişahın Makamı Yansın 
Pirenin Emdiği Devler Uyansın

Alamanya Gardaşımı Geri Ver.
Dön Mehmet, Dön Ahmet Dön
Ayşe Dön, Fatma Dön, Emmi Dön,
Dön Anadolu'ya

 

Der Refrain des Liedes sagt „Deutschland, gib ‘mir meinen Bruder/meine Schwester zurück“. In einer anderen Strophe „sollen die Herren, sich schämen, die uns in diese Lage gebracht haben“ und die letzte Strophe sagt „kehr zurück Mehmet, kehr zurück Ahmet, kehr zurück Ayse…. Kehr zurück nach Anatolien“. Zwar war diese Trennung vorgesehen für zwei Jahre. So war die Abmachung zwischen den beiden Ländern, doch man wusste: „Gidip de gelmemek, gelip de bulmamak var“. Als ob man doch damals schon wusste, dieser Weg ist eine Einbahnstraße, es gibt kein zurück.

Heute, mit dem Wissen, dass viele der Gastarbeiter nicht zurückkehren konnten/wollten, scheinen solche Strophen noch trauriger, wenn man sich der Lage damals bewusst ist. Für uns Kinder der dritten und vierten Generation Türken in Deutschland bedeuten solche Zeilen leider nicht mehr viel. Sie spiegeln jedoch unsere Geschichte wider, die Geschichte unserer Eltern und Großeltern. Das Projekt „90er Cocuklar“, eine Mischung aus der Kurzform der 1990-er Jahre aus dem Deutschen und dem Wort „Cocuklar“ für Kinder aus dem Türkischen, entstand aus der Neugier darüber, wie unsere Großeltern in dieses Land eingewandert sind, denn darüber wissen wir leider sehr sehr wenig. Wir kennen, wie viele andere türkische Jugendliche, einige Geschichten, die damals allgemeingültig erzählt wurden, doch über unsere eigene Geschichte wussten wir nicht viel Bescheid. Da unsere Großeltern, die als erste Generation nach Deutschland kamen, von uns gegangen sind, gibt es nur noch die Sicht unserer Eltern, zu diesen Tagen. Was meine Mutter uns über diese Tage erzählt möchten wir gerne hier festhalten. Wir widmen diese Reihe unseren Großeltern und Eltern, die ihr Leben aufgaben, damit wir ein besseres führen sollten. Ihre Geschichte soll nicht in Vergessenheit geraten, zumindest das schulden wir ihnen gegenüber. 


Dede cocuklarin ve torunlarin sizi ve onlar icin yaptiklarinizi unutmadilar....tesekkürler







 

Kommentare

Kommentar veröffentlichen